Ergebnis der PPE Jahreshauptversammlung

Gestern war die PPE Jahreshauptversammlung. Die Paso Peruano Züchter haben sich schon immer etwas schwer getan, miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten und im letzten Jahr hat sich dies massiv zugespitzt. Also sind wir mit sehr gemischten Gefühlen zur Versammlung gefahren. Sie war mit 30 Teilnehmern in diesem Jahr recht gut besucht, wohl nicht zuletzt, weil wir einen durchaus umstrittenen Antrag zur Aufnahme von Todesursachen in das Zentralregister gestellt hatten, um mehr Transparenz für eine Zucht auf Gesundheit zu schaffen.

Gestern Abend bin ich vollkommen positiv überrascht nach Hause gefahren. Es war eine sehr konstruktive Diskussion, in der eine überwältigende Einigkeit darin herrschte, dass wir DSLD gemeinsam den Kampf ansagen wollen und die Zucht langlebiger, gesunder Pferde absolut im Vordergrund stehen muss. Ca. 4 Stunden wurde über verschiedene Maßnahmen diskutiert und der Antrag wurde mit 1 Gegenstimme und 2 Enthaltungen nahezu einstimmig genehmigt: Zukünftig werden die Todesursachen mit in das Register aufgenommen. Zur Angabe sind die Eigentümer berechtigt und es soll der tierärztliche Befund beigefügt werden. Sicher wird der ein oder andere kritisieren, dass wenige Tierärzte hier in der Lage sind, DSLD zu diagnostizieren aber es gibt einiges , was dafür spricht: Falsch richtige und richtig falsche Diagnosen werden häufig gestellt, da wenig Tierärzte das Krankheitsbild kennen. Wichtig ist, darüber Aufschluss zu bekommen, wo es Häufungen gibt. Hat ein Hengst 30 Nachkommen gehabt und 10 mit Fesselträgerschaden, ist dieser Hengst zur Zucht nicht geeignet und man sollte sich sehr gut überlegen, ob seine Nachkommen zur Zucht geeignet sind. Dabei spielt es letztlich gar keine Rolle, ob es DSLD war oder eine schlechte Fesselung, denn beides ist erbbar. Diese gemeinsame Entscheidung ist ein Meilenstein für die Rasse. Denn heute muss man sich mühsam über Gerüchte diese Informationen beschaffen, die in beide Richtungen problematisch sind über kranke Pferde wird möglichst Stillschweigen bewahrt. Es kommt nicht nur vor, dass Pferde mit DSLD totgeschwiegen werden, nicht selten kommt es auch vor, dass über Züchter, die als Wettbewerb gesehen werden, erzählt wird, das Zuchtpferd x/y habe DSLD (gehabt). Auch diese Fälle werden über dieses Verfahren einer tierärtzlichen Diagnose ausgeschlossen. Bei einer Häufung von Fesselträgerschäden in einer Familie den Schluss zu ziehen, es ist DSLD, liegt ohnehin nahe. Ich möchte an dieser Stelle auch alle Privathalter, ob Mitglied in der PPE oder nicht, bitten, auch ihre eigene Verantwortung für die Rasse zu realisieren und egal woran ihr Pferd gestorben ist oder einmal sterben wird, dies bei der PPE zu melden. Wir haben im Anschluß an die Sitzung beschlossen, die Meldung der Todesursache zukünftig in unsere Kaufverträge aufzunehmen, um die Sammlung dieser Daten zu unterstützen.

Bemerkenswert ist, dass ausnahmslos alle Züchter für den Antrag gestimmt haben und damit ein tolles Signal gesetzt haben: Wir wollen Transparenz, wir wollen qualitätsvolle, langlebige Pferde und vor allem: Wir sind bereit dafür Konsequenzen zu ziehen! Ein historischer und durchaus mutiger Schritt in der Paso Peruano Zucht.

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