Gattuvela de Nirvana

Euthanized from DSLD October 2016 (US Import)
November 2015
October 2016

Gattuvela was imported Dec. 2014. The breeder we bought her from, ensured she never had any lameness issues and there was no DSLD case known in her pedigree. We bred her march 2015 to Sol Peruano. She broke down within a few days in November 2015 in pregnancy, 40% of both suspensory ligaments were degenerative in Ultrasound. October 2016 she was euthanized and proven DSLD deceased by biopsy. Today we know her grandfather Palomo had broken down in all four legs while he was still used as stud. He is sire of 115 foals, estimated 800 grandchildren. Several of his children supposed to be DSLD deceased, too, several of his grandchildren. (picture, Gattuvela January 2015 after arrival)

 
Esperanza, Gattuvelas daughter

Vor wenigen Tagen haben wir veröffentlicht, dass wir die Zucht der Paso Peruanos einstellen, da eine verantwortliche Zucht nicht möglich ist, solange belogen, versteckt und betrogen wird, was kranke Pferde angeht und man selbst als Züchter plötzlich feststellen muss, dass man mit kranken oder vorbelasteten Tieren gezüchtet hat, weil man vorher belogen wurde. Eine weitere Stute und Esperanza sollen eingeschläfert werden.

Wir haben viele private Mails zu Esperanza bekommen und teils wurde auch öffentlich diskutiert. Daher möchte ich ein paar Worte dazu sagen. Entgegen verschiedener Empfehlungen haben wir, als ihre Mutter Gattuvela in der Trächtigkeit herunterbrach entschieden, ihr die Chance zu geben und sie nicht mit ihrer Mutter in der Trächtigkeit einzuschläfern - obwohl das für uns nichts als Kosten bedeutet. DSLD ist eine erbliche Erkrankung aber es bleibt eine Restchance, dass die Kinder gesund sind. Esperanza bekam ihren Namen in der Hoffnung darauf und dass sich im Denken der Züchter etwas ändert.

 

Es ist eine systemische Erkrankung, bei der sich das Bindegewebe degenerativ verändert und meist an dem Punkt, der am empfindlichsten ist, dem Fesselträger, irgendwann komplett bricht, so dass das Pferd eingeschläfert werden muss. Die Erkrankung ist mit extremen Schmerzen für das betroffene Pferd verbunden.

Esperanza kam als normales Fohlen zur Welt, vielleicht etwas weich in der Fessel aber nicht übermässig. Wenige Wochen nach Geburt fingen sich am Hals Falten und damit schlechtes Bindegewebe zu zeigen, die ich so noch nie bei einem Fohlen gesehen habe und wir hatten zum ersten Mal die Befürchtung, dass sie die Krankheit doch geerbt hatte. Über den Sommer entwickelte sie sich normal, tobte mit den anderen weitestgehen herum. Oktober, als sie knapp 7 Monate alt war, ging es ihrer Mutter so schlecht, dass wir sie einschläfern mussten.

 

In den letzten Wochen hat sich Esperanzas Zustand dramatisch verschlechtert. Der gesamte hintere Gangapparat scheint täglich weniger tragfähig zu werden. Die Hinterhand ist eingefallen, die Muskulatur abgebaut, sie dreht die Füße nach außen, um das Gewicht besser auszubalancieren, was zur Folge hat, dass die Sprunggelenke zunehmend nach innen verdreht werden und bereits gegeneinander schlagen. Sie bewegt sich kaum, spielt nicht mit den anderen Fohlen. Beim Fressen steht sie dauerhaft mit verdrehtem Bein, um Last abzufangen. Die Beine zittern und sie entlastet abwechselnd. Dies hat dazu geführt, dass wir entschieden haben, sie einzuschläfern, um ihr die schlimmen Schmerzen ihrer Mutter zu ersparen.

 

Nachdem wir das zusammen mit der Zuchtaufgabe und dem Veröffentlichen über die katastrophalen Zustände in der Paso Peruano Zucht hier veröffentlicht haben, hat uns freundlicherweise Jemand den Amtsveterinär geschickt (die Pferde seien abgemagert aber er wusste um Esperanzas und Manjanas Termin zum Einschläfern gut Bescheid). Neben dem Zuchtverband, der kürzlich zur Eintragung da war, hat auch der Amtstierarzt nicht daran gezweifelt, dass es eine Indikation gibt. Da bei uns kein Tier zum Schlachter geht, um ihm den Stress zu ersparen (obwohl es noch ein paar Kröten gäbe) und wir ohnehin die zusätzlichen Kosten auf uns nehmen und jeden Paso Peruano nach Tod einer Biopsie zur Überprüfung von DSLD unterziehen, bedeutet das, dass der Tierarzt über die Notwendigkeit des Einschläferns entscheidet. Er darf ohne Grund nicht euthanisieren und auch wir wollen natürlich kein Pferd einschläfern, das noch Lebensqualität hat.

Diejenigen, die denken oder reden, wir würden uns diese Entscheidung leicht machen, die können sich damit trösten, dass wir weit über 50.000€ verbrannt haben, indem wir offen und transparent waren, Pferde aus der Zucht genommen haben und letztlich sogar die Zucht eingestellt haben, obwohl unsere besten Pferde keinerlei Symptome zeigen. Zum Wohl der Pferde.

Mehr zu DSLD  hier oder unter www.initiative-gesunder-paso-europa.com

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